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Urologische Onkologie

Die urologische Onkologie umfasst die Krebsbehandlung der von Karzinomen befallenen Organe:

  • Niere 
  • Harnleiter 
  • Blase 
  • Prostata 
  • Hoden und Penis

Nierenkarzinome

Bei der Niere stehen zwei Tumortypen im Vordergrund:
Das Nierenzellkarzinom und das vom Hohlsystem der Niere ausgehende Urothelkarzinom. Die Behandlung ist fast immer operativ. Beim Nierenzellkarzinom können Tumore bis 3 cm und bei entsprechender Lage nierenerhaltend operiert werden. Kommt die komplette Entfernung der Niere in Frage, ist ein Weg die schonende laparoskopische Operation ("Schlüsselloch"). Hierbei werden über kleine Hautschnitte Hülsen in die Bauchhöhle eingebracht, über die lange, dünne chirurgische Instrumente zum Operationsfeld gebracht werden können. Mit Klammernahtgeräten werden große Blutgefäße sicher verschlossen und abgetrennt.

Generell richtet sich die operative Therapie nach Art, Sitz und Größe des Tumors. Es werden jeweils individuell die passenden Operationstypen nach den modernsten Methoden ausgewählt.

Harnleitertumor

Bei den seltenen Harnleitertumoren ist meist eine Entfernung des gesamten Harnleiters und der Niere der betroffenen Seite notwendig. Bei bestimmten Fällen ist aber auch die organerhaltende, endoskopische Entfernung über die Harnröhre möglich. Dies wird im Einzelfall mit dem Patienten besprochen.

Blasenkarzinome

Blasenkarzinome stellen einen großen Teil der urologischen Tumore dar. Ihre Behandlung reicht von der transurethralen Entfernung (durch die Harnröhre) der oberflächlichen Tumore, die den Großteil der Behandlungen ausmachen, bis zur kompletten Blasenentfernung. Bei der kompletten Blasenentfernung existieren sehr gute Möglichkeiten des Ersatzes der Harnblase (Neoblase zum Beispiel nach Hautmann). Aus Dünn- und Dickdarm werden neue Reservoire geschaffen, die entweder anstelle der entfernten Blase an die Harnröhre angeschlossen oder über den Bauchnabel katheterisiert werden (sog. Pouches).

Sollte eine Chemotherapie nach einer solchen Operation notwendig sein, führen wir diese selbst nach neuesten Gesichtspunkten durch, eventuell nach vorheriger Implantation eines sogenannten Port-Systems. Dieses ermöglicht den schonenden Zugang zum Blutgefäßsystem, ohne jedesmal am Arm Venen punktieren zu müssen.

Früherkennung von Blasentumoren

Die Urologische Abteilung verfügt über die Möglichkeit der photodynamischen Diagnostik PDD mit Hexvix (Hexaminolevulinatum). Dies ist ein Mittel zur besseren Erkennung von Blasentumoren. Es wird vor der Untersuchung in die Blase eingegeben, sollte eine nicht gutartige Erkrankung vorliegen, leuchten diese Bezirke unter der Verwendung eines speziellen fluoreszierenden Lichtes (Blaulicht). Diese ungefährliche Methode erweitert das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten in frühen Stadien.

Prostatakarzinom

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes, gefolgt von Darm- und Lungenkrebs. Beim auf die Prostata begrenzten Krebs, dem sogenannten lokalisierten Prostatakarzinom, ist die Operation die Therapie der Wahl.

Es existieren drei Operationsverfahren:

  • der herkömmliche, in den meisten Kliniken verwendete große Bauchschnitt, 
  • der Zugang vom Damm (perinealer Zugang)
  • und der laparoskopische Weg.

Bei über 90 Prozent der Patienten ist der laparoskopische Weg möglich. Wir führen diese Operation auf dem sogenannten extraperitonealen Weg durch unter Umgehung des Bauchraumes, nach der Methode des Leipziger Kollegen Dr. med. Stolzenburg.

Das Risiko von Darmverletzungen oder Darmirritationen wird hierdurch minimiert. Diese differenzierte Technik führt Dr. Reimann seit mehreren Jahren als Spezialdisziplin erfolgreich durch. Die begleitende antihormonelle Therapie oder Bestrahlungstherapie wird von uns eingeleitet.

Hoden- und Peniskarzinom

Sowohl das Hoden- als auch das Peniskarzinom sind seltene urologische Tumore. Auch hier steht der individuelle Fall im Vordergrund. Je nach Art des Karzinoms sind nicht nur die Teil- oder Komplettentfernung eines Organs notwendig, sondern auch der Ersatz, zum Beispiel durch Hodenimplantate, die ausgedehnte chirurgische Lymphknotenentfernung oder die von uns durchgeführte Chemotherapie. Auch hier wie beim Blasenkarzinom implantieren wir, wenn nötig, ein Port-System, um immer wiederkehrende Venenpunktionen zu verhindern.

Kontakt

Dr. Michael Reimann

Chefarzt

Tel.: 02841 107-2488

Fax: 02841 107-2525

E-MailCurriculum Vitae

Weitere Ansprechpartnerinnen im  SekretAriat Urologie:

Anke Oldal

Telefon: 02841 107-2535