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Sonographie

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Abteilung ist die Ultraschalltechnik.

Die moderne Ultraschall-Diagnostik ist ein wichtiger Pfeiler der medizinischen Diagnostik geworden.

Modernste Geräte faszinieren mit exzellenter örtlicher Auflösung und liefern uns ein nahezu perfektes Bild der für unser Auge nicht zugänglichen inneren Organe. Neuerdings geben durch Kontrastmittel verstärkte Ultraschallbilder Einblicke in die Durchblutung von Organen und Tumoren. Der entscheidende Vorteil der Ultraschall-Diagnostik liegt für unsere Patienten darin, dass Ultraschall eine überaus schonende und nicht invasive Methode darstellt, die ohne Röntgenstrahlen, Radioaktivität oder elektromagnetische Strahlung auskommt.

Nach dem Beispiel der Fledermaus, die Schallwellen zum Zwecke der Orientierung und zum Erkennen der Beute nutzt, werden seit über 200 Jahren auch in der Medizin die Schallwellen für diagnostische Zwecke genutzt.

Unsere Sonographie-Abteilung verfügt über modernste High-End-Geräte der neuesten Generation mit der Möglichkeit von Doppler- und Farbdoppleruntersuchungen, Harmonic-Imaging-Technologien und Kontrastmittelultraschall. Die bei uns durchgeführten Untersuchungen erfassen das gesamte Abdomen und das Herz sowie bei spezieller Fragestellung den Halsbereich, die Schilddrüse, den Brustkorb, die Extremitäten, die Weichteile und sämtliche Gefäß- und Lymphknotenregionen.

Techniken

  • konventionelle B-Bild Sonographie
  • Tissue-harmonic Imaging (THI)
  • farbkodierte Duplexsonographie
  • Ultraschall gezielte Feinnadelpunktionen
  • Radiofrequenzthermoablation (RITA) von malignen Leberherden (primäres Leberzellkarzinom und Metastasen bei kolorektalem Karzinom)
  • Kontrastmittelultraschall

Was ist Ultraschall (Sonographie)?

Sonographie ist ein Verfahren, welches vereinfacht ausgedrückt Schallwellen graphisch sichtbar macht. Ultraschalluntersuchungen sind praktisch völlig schmerzlos und ohne schädliche Röntgenstrahlen. Sie können in allen Körperbereichen eingesetzt werden (Bauchraum, Schilddrüse, Gefäße, Extremitäten, Thorax, Haut etc.). Die bei der Sonographie verwendeten Schallwellen liegen im Ultraschallbereich, sind für das menschliche Ohr also bei weitem nicht hörbar. Die bei der Sonographie verwendeten Frequenzen liegen bei 2-20 MHz.

In der Tierwelt dient Ultraschall z. B. bei Fledermäusen zur Orientierung. Die Tiere erzeugen dabei Schall mit einer Frequenz von ca. 40 kHz bis zu ca. 90 kHz. Bestimmte Insekten erzeugen Ultraschall bis zu 250 kHz sowohl zur Orientierung als auch zur Irritation von Beutetieren oder Gegnern.

Wie entsteht ein Bild?

Die von einem Schallkopf abgegebenen ungefährlichen Ultraschallwellen durchdringen den Körper, wobei die verschiedenen Gewebearten oder Strukturen unterschiedliche Reflexe, das heißt Echos, hervorrufen. Die Vielzahl der Echos wird zu einem Bild zusammengefasst und auf einem Bildschirm wiedergegeben. Dies ermöglicht ein Erkennen und Abgrenzen der Organe in allen drei Dimensionen. Krankhafte Strukturen können dabei erkannt werden.

Was sagt die Sonographie aus?

Die Methode eignet sich besonders gut zur Darstellung der Leber, der Gallenblase, der Gallenwege, der Bauchspeicheldrüse, der Nieren, der Milz, der großen Bauchgefäße, der Harnblase, der Gebärmutter und der Eierstöcke. Als einfache und kostengünstige Methode mit hoher Aussagekraft eignet sich die Sonographie somit besonders gut als Übersichtsuntersuchung. Zudem ermöglicht sie, falls nötig, die Gewebeentnahme mit Hilfe einer feinen Nadel.

Wie bereiten sich die Patienten auf die Untersuchung vor?

Die Untersuchung sollte normalerweise in nüchternem Zustand durchgeführt werden. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, wann Sie zum letzten Mal flüssige und feste Nahrung zu sich nehmen dürfen. Bitte halten Sie sich genau an die Anordnungen, da zum Beispiel eine Tasse Kaffee kurz vor der Untersuchung bereits ein Zusammenziehen der Gallenblase hervorrufen und damit die Feststellung von Gallensteinen erschweren kann. Für die Untersuchung der Harnblase, der Gebärmutter und der Eierstöcke ist eine gefüllte Harnblase notwendig. Ihr Arzt wird Ihnen die entsprechenden Anweisungen geben. Sie dürfen nach der Untersuchung ohne Risiko wieder Auto fahren.

Wie geht eine Ultraschalluntersuchung vor sich?

In Rückenlage wird zuerst ein Kontaktgel auf die Bauchhaut aufgetragen um ein ungehindertes Weiterleiten der Echos zwischen Schallkopf und Haut sowie ein gutes Gleiten des Schallkopfes auf der Bauchhaut zu gewährleisten. Der untersuchende Arzt wird Sie wiederholt auffordern tief einzuatmen und dann die Luft anzuhalten. Dadurch wird die bestmögliche Darstellung der Oberbauchorgane erreicht. Die Sonographie hat keine Nachwirkungen. Bis heute sind keine Hinweise für eine schädigende Wirkung der Ultraschallwellen bekannt. Dies gilt insbesondere auch für das ungeborene Kind während der Schwangerschaft. Diese Untersuchung ist absolut schmerzlos.

Farbkodierter Doppler-Ultraschall

Neben den erwähnten Untersuchungsarten wird zur Beurteilung der Fließgeschwindigkeit des Blutes die Dopplersonographie verwendet. Sie erlaubt mit Hilfe der festgestellten Blutgeschwindigkeiten Aussagen über Verengungen oder Verschlüsse von Gefäßen. Das Dopplerverfahren ist vergleichbar mit der Geschwindigkeitsmessung mittels Radar im Straßenverkehr. Ein zur Quelle (Schallradar) bewegtes Objekt verändert die Frequenz der sie treffenden Strahlung. Die Frequenzänderung wird nach der Reflektion im Gerät bestimmt, daraus wird auf die Richtung (von der Quelle weg oder auf sie zu) und auf die Geschwindigkeit geschlossen. Man misst im Blut nicht nur ein Objekt (Blutkörperchen), sondern sehr viele Blutkörperchen mit verschiedenen Geschwindigkeiten. Aus diesem Grund gibt es zwei Verfahren, die zu den gewünschten Informationen führen. Beim Farbdoppler erfolgt zu einem festen Zeitpunkt eine räumliche Darstellung der bewegten Flüssigkeit. Dabei wird die Richtung der Bewegung mit den Farben rot und blau kodiert. Zusammen mit dem Spektraldopplerverfahren, das jeder Geschwindigkeit in einem festen Volumen eine bestimmte Frequenz zuordnet, erlangt man die erwünschten Informationen. Farbdoppler und Spektraldoppler werden mit ein und demselben Schallkopf und Gerät vorgenommen, jedoch immer abwechselnd. Dieses gemeinsame Verfahren besitzt den Namen Duplexsonographie.

Kontrastmittel-Sonographie

Kontrastmittel sind bei Röntgen- und Kernspinresonanzuntersuchungen schon seit langem ein fester Bestandteil der Routinediagnostik.

Bei Ultraschalluntersuchungen ist der Einsatz von Kontrastmitteln neuerdings auch durch modernste Technik möglich. Ultraschallkontrastmittel sind dabei vergleichsweise sehr nebenwirkungsarm und schonend.

Sie erlauben durch Detektion charakteristischer Durchblutungsmuster Einblicke in die Durchblutung von Organen und Tumoren. Zum Beispiel kann in der Leber dadurch eine deutlich sensitivere Tumorerkennung sowie eine (oft) definitive Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Lebertumoren gelingen.

Somit führt die Kontrastmittelsonographie des Bauchraumes und der Leber mit relativ geringem Untersuchungsaufwand in kurzer Zeit zu einem großen diagnostischen Zugewinn. Diese neuen Einsatzmöglichkeiten der kontrastverstärkten Sonographie haben den Stellenwert der Sonographie im Rahmen der klinischen Diagnostik grundlegend verändert.

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Dr. Christoph Vogt

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