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Endoskopie: Spiegelung der Körperhöhlen

Ein Endoskop ist ein Gerät, mit dem das Innere von Körperhöhlen untersucht und sogar behandelt werden kann. Bei einer Endoskopie führt der Arzt eine Sonde samt Optik in eine Körperhöhle ein. Je nach Region gibt es zum Beispiel die Lungen-, Magen, Darm- oder Bauchspiegelung.

Dank der hoch spezialisierten Medizintechnik können wir heute mit sehr kleinen und dünnen Endoskopen in das Körperinnere unserer Patienten blicken und sie mit Hilfe dieser Geräte oft auch ohne Operation behandeln. 

Das moderne Endoskop ist etwa einen Meter lang und hat einen Durchmesser von knapp einem Zentimeter. Es ist weich und extrem biegsam. An seiner Spitze befindet sich eine Linse mit einem Chip – ähnlich wie dem Objektiv einer Videokamera. Die Spitze kann in jede Richtung bewegt werden, so dass kein Teil des Magens oder Darms der Untersuchung verborgen bleibt. Durch eine integrierte Kamera wird es möglich, gestochen scharfe Bilder aus dem Körperinneren auf einen Monitor zu übertragen.

Zu den Schwerpunkten der endoskopischen Diagnostik und Therapie gehören die Untersuchungen von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm (Ösophago- Gastro- Duodenoskopie), der Lunge und Luftwege (Bronchoskopie), die Untersuchung des Dickdarms (Koloskopie) und Enddarms (Rektoskopie), der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse (ERCP).

Die Endoskopie ist ein minimal-invasives Verfahren und für den Patienten sehr viel weniger belastend als eine Operation. Zahlreiche endoskopische Eingriffe sind heute ambulant möglich.
Dennoch scheuen viele Patienten aus Unsicherheit eine endoskopische Untersuchung. Im St. Josef Krankenhaus bieten wir jedem Patienten eine „Schlafspritze“ (Sedation) in gewünschter und dem Fall angepasster Schlaftiefe an. Dadurch kann die gesamte Untersuchung „verschlafen“ werden. Während der Untersuchung überwachen wir kontinuierlich Ihre Atmung, Puls, Sauerstoffsättigung und den Blutdruck. Anschließend bleiben die Patienten noch eine Zeit lang im Aufwachraum unter Beobachtung. Alle unsere Endoskopie-Geräte sind auf dem modernsten Stand. Auf Wunsch können wir die Untersuchungen auch ohne Sedierung und mit besonders dünnen Instrumenten durchführen.


Terminvereinbarung: Endoskopische Untersuchung

Nach telefonischer Vereinbarung unter: 02841 107-2444

Untersuchungsspektrum der Endoskopischen Diagnostik und Therapie

Speiseröhre (Ösophagus), Magen und Zwölffingerdarm (Duodenum) 

  • Hochauflösende Video-Endoskopie (Ösophago-Gastro-Duodenoskopie) 
  • Magenspiegelung durch die Nase (Transnasale Gastroskopie) 
  • Vergrößerungsendoskopie (Zoomendoskopie) 
  • Darstellung mittels Färbetechniken (Chromoendoskopie, virtuelle Chromoendoskopie NBI) 
  • Endoskopische Ultraschalluntersuchung des Magen-Darm-Traktes (Endosonographie) mit verschiedenen Sonden und Frequenzen sowie endosonographisch gesteuerte Feinnadelpunktion 


Dünndarm (Duodenum, Jejunum und Ileum)

  • Videokapselendoskopie
  • Hochauflösende Video-Endoskopie des Dünndarms(Intestinoskopie)
  • Doppelballonendoskopie


Dickdarm und Enddarm (Kolon und Rektum)

  • Hochauflösende Video-Endoskopie des Dickdarms mit Teilen des Dünndarms (Ileokoloskopie), auch zur Krebsvorsorge
  • Endoskopische Darstellung des Enddarms (Proktoskopie/Rektoskopie/Sigmoidoskopie)
  • Vergrößerungsendoskopie (Zoomendoskopie)
  • Darstellung mittels Färbetechniken (Chromoendoskopie)
  • Endoskopische Ultraschalluntersuchung des Darms (Rektale Endosonographie) sowie endosonographisch gesteuerte Feinnadelpunktion


Gallenwege

  • Endoskopische/Röntgenologische Kontrastmitteldarstellung der Gallenwege (ERC = Endoskopische Retrograde Cholangiographie)
  • Perkutan transhepatische Kontrastmitteldarstellung der Gallenwege (PTC = Perkutan transhepatisceh Cholangiographie)
  • Endoskopische und perkutan transhepatische direkte Spiegelung der Gallenwege (Cholangioskopie)
  • Endoskopische Ultraschalluntersuchung der Leber und Gallenwege (Transgastroduodenale und intraduktale Endosonographie)
  • Entnahme von feingeweblichen Proben / Zellabstrichen


Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

  • Endoskopische/Röntgenologische Kontrastmitteldarstellung des Pankreasgangsystems (ERP = Endoskopische Retrograde Pankreatikographie)
  • Endoskopische direkte Spiegelung des Pankreasgangsystems (Pankreatikoskopie)
  • Endoskopische Ultraschalluntersuchung des Pankreas und der Pankreasgänge ((Transgastroduodenale und intraduktale Endosonographie)
  • Entnahme von feingeweblichen Proben / Zellabstrichen

Endoskopische Therapie

Speiseröhre (Ösophagus)

  • Behandlung von Ausstülpungen der Speiseröhre (Mukomyotomie bei Zenkerdivertikel) 
  • Behandlung der gastroösophagealen Refluxkrankheit durch endoskopische Injektions- (Enteryx®) oder Nähverfahren 
  • Behandlung der Achalasie durch Ballondilatation oder Injektion von Botulinumtoxin 
  • Abtragung von Polypen (Polypektomie) 
  • Schleimhautabtragung (EMR = Endoskopische Mukosa Resektion) oder -destruktion (z.B. APC - Argon Plasma Coagulation) von Barrett-Dysplasien, Tumorvorstufen sowie Früh-Karzinomen oder anderen Tumoren in Frühstadien 
  • Aufdehnung (Bougierung, Ballondilatation) und Stentimplantation bei Engstellen der Speiseröhre 
  • Behandlung von Krampfadern in der Speiseröhre (Ösophagusvarizen) mittels Gummibandligatur oder Injektion 
  • Behandlung von Blutungen 
  • Fremdkörperentfernung


Magen

  • Abtragung von Polypen (Polypektomie) 
  • Schleimhautabtragung (EMR = Endoskopische Mukosa Resektion und ESD = Endoskopische Submukosa Dissektion) oder -destruktion (z.B. APC - Argon Plasma Coagulation) von Tumorvorstufen sowie Früh-Karzinomen oder anderen Tumoren oder anderen Tumoren in Frühstadien 
  • Aufdehnung (Bougierung, Dilatation) und Stentimplantation bei Engstellen im Magenausgangsbereich 
  • Behandlung von Krampfadern im Magen (Fundusvarizen) mittels Verklebung 
  • Behandlung von Blutungen 
  • Argon Plasma Coagulation (APC) bei Gefäßanomalien (Angiodysplasien) 
  • Fremdkörperentfernung 
  • Anlage von Ernährungssonden (PEG = Perkutane Endoskopische Gastrostomie)


Dünndarm (Duodenum, Jejunum und Ileum)

  • Abtragung von Polypen (Polypektomie) 
  • Schleimhautabtragung (EMR = Endoskopische Mukosa Resektion) oder -destruktion (z.B. APC - Argon Plasma Coagulation) von Tumorvorstufen sowie Früh-Karzinomen oder anderen Tumoren in Frühstadien 
  • Aufdehnung (Bougierung, Dilatation) und Stentimplantation bei Engstellen 
  • Argon Plasma Coagulation (APC) bei Gefäßanomalien (Angiodysplasien) 
  • Anlage von Ernährungssonden (PEJ = Perkutane Endoskopische Jejunostomie)


Dickdarm (Kolon und Rektum)

  • Endoskopische Behandlung von Polypen (Polypektomie) 
  • Abtragung auch ausgedehnter flacher Adenomen (EMR = Endoskopische Mukosa Resektion) 
  • Aufdehnung (Bougierung, Dilatation) von Engstellen des Darms z.B. bei Morbus Crohn oder postoperativen Stenosen 
  • Dekompression mit Sonden 
  • Überbrückung von Tumorstenosen mittels Metallgitterstents 
  • Argonplasmakoagulation (APC) bei Gefäßanomalien (Angiodysplasien) 
  • Behandlung von Hämorrhoiden mittels Gummibandligatur oder Sklerosierung


Gallengangsystem mittels ERCP und/oder PTCD

  • Erweiterung der Einmündung des Gallenganges durch Schnitt oder Ballondilatation (Papillotomie, Sphinkteroplastie) 
  • Entfernung von Gallengangssteinen, in schwierigen Fällen in Ergänzung mit mechanischer Lithotripsie, Steinzertrümmerung durch Laser (Laserlithotripsie) oder durch Stoßwellen von außen (Extrakorporale-Stoß-Wellen-Lithotripsie / ESWL) 
  • Therapie von Gallengangsstenosen und -leckagen als Folge von Operationen 
  • Aufdehnung (Bougierung, Dilatation) und Prothesenversorgung (Plastik- oder Metallstents) bei entzündlichen (z.B. primär sklerosierender Cholangitis) oder bösartigen Engstellen der Gallenwege (z.B. bei Pankreaskarzinom oder Klatskin-Tumoren) 
  • Abtragung von Tumoren an der Einmündung des Gallenganges (Ampulläre Adenome) 
  • Behandlung von Blutungen im Gangsystem 
  • Einsatz perkutan transhepatischer Verfahren mit Cholangiographie (PTC), Cholangioskopie (PTCS) sowie Drainagen (PTCD) nach Versagen von endoskopischen Methoden, insbesondere infolge von Voroperationen an Magen, Dünndarm oder Gallenwegen, schwierigen Engstellen der Gallenwege oder Gallengangsteinen in der Leber


Bauchspeicheldrüse

  • Erweiterung des Pankreasausführungsganges durch Schnitt (Papillotomie) bei Funktionsstörungen des Sphinkters mit wiederholten Bauchspeicheldrüsenentzündungen (Pankreatitiden), bei Pankreas divisum mit begleitenden Pankreatitiden, bei chronischer Pankreatitis in Kombination mit weiteren Verfahren 
  • Aufdehnung (Bougierung, Dilatation) und Prothesenversorgung bei Engstellen des Pankreasgangsystems infolge von Entzündungen (insbesondere bei chronischer Pankreatitis) 
  • Entfernung von Pankreasgangssteinen, in schwierigen Fällen in Ergänzung mit Steinzertrümmerung durch Laser (Laserlithotripsie) oder durch Stoßwellen von außen (Extrakorporale-Stoß-Wellen-Lithotripsie / ESWL) 
  • Endoskopisch oder endosonographisch gesteuerte Drainagen bei Pseudozysten oder Abszessen infolge von akuten oder chronischen Pankreatitiden über das Pankreasgangsystem oder durch die Wand des Magens oder des Duodenums (Zystogastro- oder duodenostomie) 
  • Spiegelung des Pankreasganges mittels Miniendoskopen 
  • Endosonographisch gesteuerte Plexusblockade zur Therapie von Schmerzen bei Pankreastumoren
  • Behandlung von Blutungen im Gangsystem
Kontakt

Dr. Christoph Vogt

Chefarzt

Tel.: 02841 107-2440

Fax: 02841 107-2448

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Dr. Wilfried Chevreux

Oberarzt

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Renate Jansen

Funktionsleitung Endoskopie

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