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Wenn die Speiseröhre brennt - St. Josef informiert zur Volkskrankheit Sodbrennen

Pressemitteilung vom 29. Oktober 2017

Ein guter Gänsebraten, ein Gläschen Glühwein zu viel, die Beschwerden danach kennen ca. 20 % der Bevölkerung der westlichen Welt. Es drückt im Magen, brennt in der Brustbeingegend, denn die Magensäure, die eigentlich bei der Verdauung helfen soll, fließt unkontrolliert in die Speiseröhre zurück. Hier hilft am besten ein Verdauungsspaziergang und in den nächsten Tagen etwas leichtere Kost. Stellt sich dieses Sodbrennen nur selten ein und kommen keine anderen Beschwerden hinzu, so ist es meist als harmlos zu bezeichnen. Tritt es dauerhaft auf spricht man von der Refluxkrankheit, die nicht nur eine erhebliche Einnschränkung der Lebensqualität darstellen kann, sondern auch ein Risikofaktor für die Entstehung des Speiseröhrenkrebses ist.

Dr. Marc Alexander Renter
Chefarzt Dr. Marc Alexander Renter

Manchmal tritt kein Sodbrennen auf, sondern die Menschen leiden an unklarem Reizhusten oder Asthma ähnlichen Symptomen. Dabei kann es sich um einen sog. stillen Reflux handeln. „Oft merken die Menschen, die darunter leiden, gar nicht, dass die Ursache in der Magensäure liegt,“ so Dr. Marc Alexander Renter, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am St. Josef Krankenhaus, „im Gegensatz zum klassischen Reflux ist die stille Variante hauptsächlich gasförmig und nicht flüssig.“ Die Symptome sind leider unspezifisch, z. B. chronischer Husten, ein Kloßgefühl im Hals, Räusperzwang und Heiserkeit, um nur einige zu nennen. „Die Diagnose beim stillen Reflux langwierig und schwierig,“ so Dr. Renter, „wir im St. Josef Krankenhaus bieten eine spezielle Reflux-Sprechstunde an, um unkompliziert zu helfen. Dabei ist das wichtigste, den Menschen erst mal zuzuhören!“ Ergänzende Untersuchungen wie zum Beispiel die hochauflösende Speiseröhrendruckmessung, die Bestimmung des pH-Wertes in der Speiseröhre, die Magenspiegelung und eine Kontrastmittelgestützte Röntgen-Untersuchung werden zur Diagnose durchgeführt.

Wie wird nun der Reflux behandelt? In vielen Fällen reicht eine Umstellung der Lebensgewohnheiten. Fetthaltige und scharfe Nahrungsmittel wie auch Kaffee, Alkohol und Schokolade können den Reflux fördern. Auch ein Übergewicht kann ursächlich für Refluxbeschwerden sein. „Jedoch ist Abnehmen keine Garantie für eine Besserung, denn auch schlanke Menschen, die sehr fettarm essen, können unter diesen Beschwerden leiden“, berichtet Dr. Renter.

Wenn die Umstellung der Lebensgewohnheiten nicht ausreicht, ist die medikamentöse Therapie mit sogenannten Protonenpumpenhemmern (PPI) die Therapie der Wahl. Allerdings ist hier auch auf das Risiko einer Osteoporose durch Langzeiteinnahme zu achten.

Eine Operation ist sinnvoll, wenn ein sogenannter Zwerchfellbruch als Ursache des Refluxleiden vorliegt oder wenn bereits Komplikationen wie langandauernde Schleimhautreizungen oder Entzündungen der Speiseröhre vorliegen oder der Patient nicht lebenslang Medikamente einnehmen möchte oder kann.

Hier hat es in den letzten Jahren, neben den etablierten Operationsverfahren, neue Entwicklungen, wie einen Schrittmacher oder ein Magnetband gegeben. 

Über die verschiedenen Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten informieren Chefarzt Dr. Marc Alexander Renter und sein Team am Montag, 11. Dezember 2017 in der Zeit von 17:00 bis 19:00 Uhr im Konferenzraum im Untergeschoss des Krankenhauses statt. Eine Anmeldung zu dieser kostenlosen Veranstaltung ist nicht erforderlich. 

Regina Ozwirk 
Unternehmenskommunikation

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Regina Ozwirk

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