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Vom Leben und vom Sterben… – Neue Vortragsreihe des Hospizes startet im März 2019

Hospiz ist eine Haltung,
eine zutiefst menschliche und würdevolle Haltung dem Leben und dem Tod gegenüber.
Im Hospiz in Rheinberg finden todkranke Menschen ein letztes Zuhause, Raum für Leben, Familie und Freunde. Palliativmediziner, Pflegefachkräfte, Seelsorger und Ehrenamtliche kümmern sich um die Sorgen, die Ängste und die Pflege der Hospizbewohner. Der Förderverein unterstützt diese Arbeit seit 1998 mit seinen Ideen, mit seinen Mitgliedsbeiträgen und mit den Spenden, die der Verein bekommt.

„Wir möchten dem Thema Abschied und Tod die Schwere nehmen und bieten seit über
20 Jahren Vorträge, Filme, Theater- und Kabarettveranstaltungen und Exkursionen an. Zuletzt haben wir 2018 das 20-jährige Hospizjubiläum gefeiert. 400 Besucher sahen die Ausstellung „Im letzten Hemd“ und besuchten unsere Veranstaltungen mit Franz Müntefering, Monika Müller, Judith Jacobs, Stefan Verhasselt und dem „Herrensalon“.

„Auch 2019 möchten wir mit den Vorträgen im Rahmen der Mittwochsgespräche unsere Fachkompetenz und unser Wissen bezogen auf den Umgang mit sterbenden Menschen, mit trauernden Angehörigen und mit dem Leben in der letzten Lebensphase mit Interessierten teilen,“ so beschreibt Beate Bergmann, Hospizleiterin in Rheinberg, das aktuelle Vortragsprogramm.

Am 20. März 2019 starten die Mittwochsgespräche mit dem Vortrag von Franziska Schröder, Gestalt- und Psychotherapeutin, zum Thema „Haben Sie schon einmal daran gedacht, sich das Leben zu nehmen“, in dem der Suizidwunsch todkranker Menschen thematisiert wird.

Am 26. Juni geht es in dem Vortrag „Lass mir meine Schuld!“, von Dr. Tanja Brinkmann um Schuldgefühle bei Krankheit, Sterben und Tod. Angehörige zum Beispiel, machen sich häufig den Vorwurf, beim Todeszeitpunkt nicht dabei gewesen zu sein. Der Vortrag erkundet, welche Funktion Schuldvorwürfe haben und es werden Impulse für einen veränderten Umgang mit Beschuldigungen gegeben.

Am 18. September hat Nikolaus Schneider, ehemaliger Ratsvorsitzender der evangelischen Kirche Deutschlands, sein Heimspiel in Moers mit seinem Vortrag “Wem gehört der Tod? biblische und ethische Überlegungen“, in dem es unter anderem darum geht, ob Menschen ihren Tod beschleunigen, gar ihren Tod herbeiführen dürfen.

Dr. Manfred Lütz, Psychiater, Chefarzt, Vatikanberater, Buchautor und gelegentlich Kabarettist, spricht mit uns am 23. Oktober über „Die Lust am Leben, über Risiken und Nebenwirkungen des Gesundheitswahns“. Es gibt Menschen, die leben nicht mehr richtig, sondern die leben nur noch vorbeugend und sterben dann gesund. Aber auch wer gesund stirbt, ist leider definitiv tot.

„Der Förderverein des Hospizes übernimmt die Kosten für dieses Veranstaltungsprogramm, wir schenken den Interessierten also vier interessante Abende, die alle im Bistro Auszeit im St. Josef Krankenhaus jeweils um 18:30 Uhr beginnen,“ ergänzt Ulrike Wellner, Vorsitzende des Fördervereins.

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