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St. Josef Krankenhaus GmbH Moers
Ambulante Operationen

Ambulante Operationen

Bei Ihnen ist eine operative Maßnahme geplant und Sie wurden zur Behandlung überwiesen.

Die ambulante Operation

Es wurde durch Ihren behandelnden Arzt eine Überweisung ausgestellt und ein Behandlungstermin vereinbart. Dieser Termin dient der Vorbereitung zur Operation, das heißt Sie stellen sich an diesem Tag in unserer Klinik zu einem "präoperativen" Termin vor. An diesem Tag erfolgen, soweit möglich, alle notwendigen Untersuchungen zur Operation. Sie müssen, soweit nicht anders vereinbart, an diesem Tage nicht in der Klinik bleiben und Sie brauchen nicht nüchtern zu den Untersuchungen kommen.

Der präoperative Tag

Im Rahmen der normalen Vorbereitung auf eine Operation werden die noch notwendigen Untersuchungen durchgeführt: 


  • das Aufnahmegespräch 
  • die körperliche Untersuchung 
  • die Aufklärung zur Operation und zur Narkose
  • die Blutentnahme 
  • ein EKG 
  • falls erforderlich wird eine Lungen-Röntgenaufnahme gemacht, falls aktuelle Befunde vorliegen, bringen Sie diese, um Doppeluntersuchungen zu vermeiden, mit.

Sollten keine weiteren auffälligen Befunde erhoben werden, bzw. andere Begleiterkrankungen bestehen, die zusätzliche Untersuchungen erforderlich machen, können Sie an diesem Tag die Klinik wieder bis zu Ihrem geplanten OP-Termin verlassen.

Warum erfolgt die "präoperative" Vorstellung vor der OP?

Die Vorstellung wird einige Tage vor der OP geplant, um im Falle weiterer notwendiger Untersuchungen genügend Zeit für diese zu haben. Dies soll garantieren, dass zu Ihrem geplanten OP-Termin alle notwendigen Informationen vorliegen.

Informationen für Marcumarpatienten und Diabetiker

Marcumarpatienten

Sollten Sie aufgrund von Herzerkrankungen, Schlaganfällen, Thrombosen oder bekannter Störungen der Blutgerinnung Medikamente zur "Blutverflüssigung" (Antikoagulanzien oder Thrombozytenaggregationshemmer) einnehmen, sollte durch Ihren Hausarzt im Vorfeld geklärt werden, inwieweit diese kurzfristig abgesetzt, oder auf besser kontrollierbare Medikamente umgestellt werden können.


Besondere Beachtung liegt hierbei auf Präparaten wie:

  • ASS®
  • ASS protect®
  • Aspirin®
  • Acetysalicylsäure®
  • Marcumar®
  • Coumarin®
  • Plavix®
  • Tiklyd®

Warum sind diese Medikamente so besonders?

Sie stören den Gerinnungsablauf, dass heißt bei Verletzungen, wie sie im Rahmen von Operationen auftreten, kommt es zu verstärkten Nachblutungen, da der Körper die verletzten Gefäße nicht kurzfristig verschließen kann.

Information für Diabetiker

Wenn Ihnen als Diabetiker ein "Metformin®"-haltiges Präparat verordnet wurde, sollte dieses mindestens 48 Stunden vor einer geplanten Vollnarkose abgesetzt werden, da in Kombination mit den verwendeten Narkosemitteln erhebliche Nebenwirkungen auftreten können.

Wichtige Informationen zur Ambulanten OP

Ernährung vor der ambulanten OP

Bis sechs Stunden vor der ambulanten Operation dürfen Sie noch in kleineren Portionen essen und trinken. Danach ist Essen, Trinken und Rauchen nicht mehr erlaubt. Ausnahme: In geringen Mengen können Sie jedoch bis zu 2 Stunden vor der Operation noch Wasser, Tee oder Limonade trinken. Falls Sie Arzneimittel einnehmen, können Sie diese auch noch kurz vorher mit etwas Flüssigkeit einnehmen.

Kosmetika

Auf Kosmetika sollten Sie am Tag der ambulanten Operation verzichten. Körperschmuck (inklusive Piercings) und Kontaktlinsen, herausnehmbare Zahnprothesen müssen vor der Operation abgelegt werden.

Unterlagen, Papiere und medizinische Befunde

Es ist von allergrößter Wichtigkeit, sämtliche Vorerkrankungen, Voroperationen, Medikamente zu kennen. 

Bringen Sie deshalb bitte mit: 

  • wichtige Befunde, Arztbriefe früherer ambulanter oder stationärer Aufenthalte 
  • Befunde vom Kardiologen oder von Herzkatheteruntersuchungen, EKG, EEG, Untersuchungsbefunde von Schilddrüsenuntersuchungen, Lungenfunktionsprüfung 
  • Aufnahmen radiologischer Untersuchungen wie Röntgen, MRT, CT, Szintigraphie (falls vorhanden auf CD) 
  • Medikamentenplan / Aufstellung der vom Arzt gegenwärtig verordneten Medikamente (möglichst mit Orginalverpackung) 
  • vorhandene Gesundheitspässe oder Ausweise (bspw. Antikoagualantienausweis / Marcumarausweis, Blutgruppenausweis, Impfausweis, Herzschrittmacherausweis, Diabetikerausweis oder Allergieausweis) 
  • gegebenenfalls Patientenverfügung 
  • gegebenenfalls Bestellungsurkunde / Vormundschaftsurkunde 
  • Adressen und Telefonnummern Ihrer nächsten Angehörigen

Für die Aufnahme

  • die Versichertenkarte der Krankenkasse 
  • Klinikcard Ihrer Privatversicherung 
  • Beihilfebescheinigung
  • Operations- und Narkoseeinwilligung 
  • eine Über- oder Einweisung Ihres Haus- oder Facharztes 
  • Quittung über geleistete Eigenbeteiligung in Krankenhäusern in diesem Jahr

Vorbereitung auf die ambulante OP

Besorgungen vor einer ambulanten Operation

  • Besorgung aller Hilfsmittel (Gehstützen, Entlastungsschuh, Zehenschiene) 
  • Besorgung aller Medikamente (Schmerzmittel, Thrombosenspritzen etc.) bzw. nachfragen, ob Sie diese vor Ort mitbekommen. 
  • Besorgung des notwendigen Verbandmaterials (Verbandmull, Kompressen, Pflaster, wasserdichtes Pflaster zum Duschen) bzw. abklären, ob Sie das vor Ort mitbekommen Besorgung von Kühlmöglichkeiten (Eisbeutel, Kühlakkus, Kühlkompressen etc.) 
  • Organisation eines Fahrers (bzw. einer Begleitperson) für Hin- und Rückfahrt.

Zur ambulanten Operation mitbringen


Persönliche Dinge:

  • Medikamente 
  • Personalausweis 
  • Brille
  • bequeme und leichte Kleidung 
  • ggf. Nachtwäsche, Toilettenbeutel, Bademantel, Hausschuhe 
  • für den Zeitvertreib etwas zum Lesen, zum Schreiben etc. 
  • vorhandene Hilfsmittel wie Rollator, Verbandsschuhe, Gehstützen, Hörgerät 
  • etwas Bargeld 
  • persönliche Telefonnummern, Telefonnummer und Anschrift der Krankenkasse 
  • für Prothesenträger: Prothesenschale und Pflegemittel

Dinge, die Sie nicht brauchen:

Wertgegenstände, insbesondere Kreditkarten, Geld in höheren Summen, wertvoller Schmuck etc.

Ist es möglich nach einer ambulanten Operation mit dem eigenen PKW nach Hause zu fahren?

Nach einer ambulanten Operation ist es meistens in den ersten 24h nicht möglich selbst ein Fahrzeug zu führen oder verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Sie sollten sicherstellen, dass sie nach einer OP nach Hause gebracht werden.

Kann die ambulante Operation im Falle einer Erkältung durchgeführt werden?

Viele ambulante Operationen sind weder lebensnotwendig noch dringlich. Im Falle eines fiebrigen Infektes ist es oft besser uns zu informieren und die ambulante Operation zu verschieben und nicht das Risiko einer Überforderung des körpereigenen Abwehrsystems einzugehen.

Ambulante Anästhesie

Wichtige Abläufe im Rahmen Ihrer ambulanten Operation

In einem ersten Kontakt mit Ihrem Anästhesisten (dem "Aufklärungs-" oder "Prämedikations"- Gespräch) wird Ihre Eignung für eine ambulante Anästhesie überprüft. Dies geschieht zum einen anhand eines Fragebogens zu Ihrer medizinischen Vorgeschichte, zum anderen durch ein persönliches Gespräch. Am Ende dieses "Aufklärungsgespräches" steht die Entscheidung über die Anästhesieform.

Der Anästhesist klärt Sie über allgemeine und spezielle Risiken des Anästhesieverfahrens auf und holt Ihr schriftliches Einverständnis ein.

Kontakt

Manuela Tißen

Manuela Tißen

Tel: 02841 107 3100

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Terminvereinbarung:
Mo.-Fr. 08:00 – 15:00 Uhr