Das rauchfreie Krankenhaus - ein Gewinn für alle
Pünktlich zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2011 wird die St. Josef Krankenhaus GmbH Moers eine rauchfreie Gesundheitseinrichtung. Im Interesse der Patienten, der Besucher und der Mitarbeiter ist das Rauchen in den Gebäuden und auf dem Gelände sämtlicher Einrichtungen der St. Josef Krankenhaus GmbH ab dem 31. Mai 2011 verboten. Geraucht werden darf nur noch in den Raucherpavillons und in den ausgewiesenen Raucherzonen.
Unter www.klinikbewertungen.de beschreibt ein Patient im Januar 2011 den Haupteingang des St. Josef Krankenhauses in Moers: "Von rechts kommend muss der Besucher am Spalier der Raucher vorbei. Dort achtlos weggeworfene Zigarettenkippen und hier verweilende Patienten und Besucher, teils sogar im Bademantel, runden das nicht gerade einladende Bild ab. Hier sollte die Verwaltung Abhilfe in Form zum Beispiel einer Raucherecke schaffen."
Diese Kritik hat die Betriebsleitung der St. Josef Krankenhaus GmbH ernst genommen. Die Kliniken und Einrichtungen der St. Josef Krankenhaus GmbH sind Orte der Genesung, nichtrauchende Mitarbeiter, Patienten und Besucher werden ab sofort durch Rauchverbote vor Tabakrauch geschützt. Auch Passivrauchen ist gesundheitsschädlich. Wer als Nichtraucher am Arbeitsplatz mitrauchen muss, den können dieselben schweren Krankheiten treffen wie einen Raucher. Das gesetzlich verankerte Recht auf Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz ist in der St. Josef Krankenhaus GmbH umgesetzt.
Die rauchfreie St. Josef Krankenhaus GmbH ist aber mehr als nur die Summe von Rauchverboten. Geschulte Mitarbeiter beraten und unterstützen Patienten und Mitarbeiter individuell bei der Tabakentwöhnung, Kursprogramme zum Nichtrauchen werden angeboten und Informationsmaterial zu allen Fragen rund um das Rauchen und Nichtrauchen steht zur Verfügung.
Fast jeder Raucher hat es sich schon vorgenommen, viele haben ernsthaft versucht den Zigaretten ein für alle Mal zu entsagen. Doch es ist alles andere als einfach mit dem Rauchen aufzuhören. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rauchen zur Zeit 1,3 Milliarden Menschen weltweit. Fünf Millionen Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen des Tabakkonsums. In Deutschland gibt es nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung etwa 20 Millionen Raucher. 140 000 Menschen sterben hierzulande jedes Jahr an den Folgen des Rauchens, das heißt bis zu 400 Todesfälle jeden Tag. Wenn 400 Tote täglich durch Flugzeugabstürze oder Zugunglücke zu beklagen wären, würden sofortige Sicherheitsmaßnahmen erfolgen und die Verursacher zur Verantwortung gezogen.
"Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen sind der ideale Ort, um Raucher zum Rauchstopp zu motivieren. Deshalb müssen Tabakentwöhnungsangebote im Krankenhaus und in Gesundheitseinrichtungen zum Standardangebot gehören," betont die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und Schirmherrin des Deutschen Netzes Rauchfreier Krankenhäuser, Mechthild Dyckmans. Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen tragen bei der Reduzierung des Tabakkonsums eine besondere Verantwortung. Bisher werden häufig nur die Folgeerkrankungen des Tabakkonsums behandelt. Die Beratung von Rauchern und Angebote zur Tabakentwöhnung sind in den Gesundheitseinrichtungen noch nicht selbstverständlich geworden. Um dies zu unterstützen, finanziert das Bundesministerium für Gesundheit seit 2005 das Deutsche Netz Rauchfreier Krankenhäuser (DNRfK).
Die St. Josef Krankenhaus GmbH ist Mitglied im Deutschen Netz Rauchfreier Krankenhäuser und hat sich damit verpflichtet durch die Rauchfreiheit in ihren Kliniken und Einrichtungen den Gesundheitsschutz und die Gesundheitsförderung für Mitarbeiter, Patienten und Besucher zu verbessern.
